Willkommen beim Bündnis für Altenpflege !

Jetzt die Abgeordneten ansprechen ! 

 

Während das Pflegeberufsgesetz nun von Bundesrat und Bundestag beraten wird, formiert sich immer mehr Protest: Neben den Verbänden der Altenpflege und der Kinderkrankenpflege, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und sogar dem Präsidenten der Bundesärztekammer haben sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und namhafte Arbeitgeberverbände wie die BDA gegen die Generalistik ausgesprochen.

 

 Denn mit der geplanten Zusammenlegung der bisher eigenständigen Ausbildungen in der Altenpflege, der Kranken- und der Kinderkrankenpflege werden die Pflegeberufe geschwächt. Die Politik handelt gegen die Interessen der Betroffenen und gefährdet die künftige pflegerisch medizinische Versorgung.

 

Nun kommt es darauf an, den Politikern zu zeigen, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Unternehmer, Ärzte und Betroffene aus der Pflege die Auflösung der spezialisierten Pflegeberufsausbildungen und damit die Abschaffung des Altenpflegeberufes ablehnen. Sie müssen verstehen, dass derzeit überall im Land Protest entsteht – und sie sich auch in ihren Heimatwahlkreisen für dieses Gesetz rechtfertigen müssen.

 

Auf der neuen Kampagnenhomepage unter

http://www.aktion.bündnis-für-altenpflege.de

bekommen Sie nach Eingabe Ihrer Postleitzahl die bei Ihnen vor Ort politisch Verantwortlichen angezeigt. Auf verschiedene Arten können Sie dort anschließend sofort Ihren Meinung über das Pflegeberufsgesetz zeigen: mit Telefonnummern und Hinweisen für einen Anruf im Wahlkreisbüro Ihres Abgeordneten, Mustertexten für E-Mails und Briefe oder auch der Möglichkeit, Interesse an einem direkten Gespräch mit ihren lokalen Abgeordneten zu signalisieren, das wir versuchen zu organisieren.

 

 

1 Sekunde vor 12:00 für den Altenpflegeberuf

 

Die Bundesregierung will noch in diesem Jahr ein neues Pflegeberufegesetz durch den Bundestag bringen. Ein entsprechendes Gestzentwurf liegt jetzt vor. Damit wird klar, dass die bislang getrennten, jeweils dreijährigen Ausbildungen in der Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege, zu einer einzigen dreijährigen Pflegeausbildung verschmelzen sollen. Diese soll die neuen „Pflegefachfrauen“ bzw. „Pflegefachmänner“ befähigen, Menschen aller Altersgruppen in jeglicher Versor-gungsform zu pflegen, zu beraten und zu begleiten.

Konkrete Ausbildungsinhalte und weitere Einzelheiten zur Ausbildung sind dagegen nicht Gegenstand des Gesetzes. Diese sollen erst nach dessen Verabschiedung von den Ministerien allein festgelegt werden. Die Zustimmung des Bundestages benötigen sie dazu dann nicht mehr.

Als Finanzierung der neuen generalistischen Pflegeausbildung ist für jedes Bundesland ein eigener Umlagefonds geplant, in den voraussichtlich alle ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, sozialen und privaten Pflegeversicherungen, Sozialhilfeträger sowie das jeweilige Land einzahlen. Der Umfang der praktischen Ausbildung im Ausbildungsbetrieb soll sich halbieren und die Pflegeeinrichtungen müssen die Organisation und Finanzierung für alle Praxiseinsätze auch außerhalb der Altenpflege übernehmen. Die Altenpflegeeinrichtungen müssen ein kompliziertes Antrags- und Kalkulationsverfahren durchlaufen. Ein Anteil der Ausbildungskosten wird als Wertschöpfung der Auszubildenden, ebenso wie die Kosten für die Umlagestellen, nicht über den Fond refinanziert und ist vom Ausbildungs-betrieb zu zahlen.

Mehr Infos finden Sie in der  Carestyle

 

 

18.03.2015

Ärzte fordern Erhalt der Altenpflege

 

"Zur Bewältigung des demographischen Wandels, mit der dramatischen Zunahme von Demenzerkrankten brauchen wir neben den speziellen sozialpflegerischen Kompetenzen der Altenpflege die erprobte Fachkompetenz der Krankenpflege. Aus unserer Sicht werden alle - Krankenhäuser, Heime und besonders die Patienten - verlieren, wenn die generalistische Pflegeausbildung umgesetzt werden sollte“, so Prof. Hans Gutzmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) in einem Schreiben an den Bundesgesundheitsminister Gröhe.

-> mehr dazu auf der DGGPP-Webseite

 

 

12.05.2014

Eindringlicher Appell an Manuela Schwesig


Auf der Altenpflegemesse in Hannover haben innerhalb von nur drei Tagen über 10.000 Menschen im Rahmen einer Unterschriftenaktion dafür plädiert, den Altenpflegeberuf zu erhalten. Mehr dazu  in der Pressemitteilung: Altenpflegeberuf muss bleiben: Eindringlicher Appell an Manuela Schwesig
 

 

Bund und Länder wollen den Beruf der AltenpflegerIn abschaffen.

 

Mit gravierenden Konsequenzen für die praktische Ausbildung:

Im Rahmen der in den Eckpunkten vorgeschlagenen generalistischen Ausbildung müssen alle Schüler Außeneinsätze in der Krankenpflege, in der Kinderkrankenpflege und in der Altenpflege absolvieren. Ein Altenpflegeschüler verbringt derzeit während seiner dreijährigen Ausbildung 2.000 Stunden (abzgl. Urlaub) in seiner angestammten Einrichtung. Nach dem Eckpunktepapier würden sich diese Stunden auf 1.140, ebenfalls abzgl. Urlaub, reduzieren.

 

Die Altenpflege ist Beziehungspflege. Mit den geringeren Ausbildungszeiten und den geplanten Rotationen der Auszubildenden in den Altenpflegeeinrichtungen  können aber keine Beziehungen aufgebaut werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden ständig neue Azubis erleben. Jeder, der in der Branche arbeitet, kennt die Reaktionen: "Ihr habt ständig neues Personal". Außerdem ist zu hinterfragen, wie die Auszubildenden das Knüpfen und Aufrechthalten von Beziehungen lernen?

 

Wir setzen uns für die Erhaltung und Weiterentwicklung des Altenpflegeberufes ein, weil:

 

- Deutschland hat mit der AltenpflegerIn einen Beruf geschaffen, der genau auf die Herausforderungen einer ständig älter werdenden Bevölkerung passt und vielen Ländern als Vorbild dient.

 

- Die medizinische und pflegerische Forschung und Praxis fordern für die über 65- jährigen eine genau auf diese Altersgruppe und ihre emotionalen, sozialen, und medizinischen Bedürfnisse sowie die noch vorhandenen Ressourcen ausgerichtete Behandlung und Pflege.

 

- Die  praktische und theoretische Ausbildung ist erprobt und trotz vieler Widerstände (Schulgeld, Kontingentierung von Schulplätzen) sehr erfolgreich.

 

- Inzwischen arbeiten AltenpflegerInnen nicht nur in der ambulanten Pflege und Heimen, sondern auch in Kliniken sehr erfolgreich.

 

- Schon heute fehlen tausende von examinierten AltenpflegerInnen. Neueste Untersuchungen gehen davon aus, dass sich der Personalbedarf in der Altenpflege verdoppeln wird.

 

Ohne den spezialisierten Beruf der AltenpflegerInnen wird unser Land die anstehenden Herausforderungen des demographischen Wandels nur schwer bestehen.


Am 20.3.2013 hat sich in Kassel ein breites Bündnis gebildet, damit spricht die Altenpflege jetzt mit einer eigenen Stimme -> mehr dazu.
 

Unterstützen Sie uns:

 

Für den Erhalt der Altenpflege - für unsere Zukunft!
 

Das Bündnis für Altenpflege wurde am 20. März 2013 in Kassel gegründet und dabei von 520 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Fachtages „Das Ende der Altenpflege?“ begleitet.