Altenpflegeausbildung

 Ein Exportschlager!

Die Altenpflege und die Altenpflegeausbildung in Deutschland hat sich diesen Anforderungen schon vor Jahrzehnten gestellt und ein Berufsbild entwickelt, das inzwischen auch in den europäischen Nachbarstaaten als vorbildhaft gilt. So hat Schweden eine dreijährige Altenpflegeausbildung eingeführt.

Das Interesse an der deutschen Altenpflegeausbildung ist groß. Immer wieder begrüßen Mitglieder des Bündnisses interessierte Fachleute aus aller Welt und stellen die Ausbildung und Situation in Deutschland dar.

Das segmentierte deutsche System

Das deutsche Versorgungssystem ist in die Bereiche der Akut- und Langzeitversorgung gegliedert. So ist es notwendig und sinnhaft auf besonders zu erwerbende Kompetenzen abzuzielen.

Die Krankenpflege, mit ihrem Hauptaugenmerk auf akute Erkrankungen und oft in einem hochtechnisierten Umfeld durchzuführende Pflege und Behandlung, muss über ein anderes spezialisiertes Wissen verfügen, als die Pflege zur Versorgung meist multimorbider älterer Menschen.

 

In der Langzeitbetreuung alter Menschen gilt es nicht nur die entsprechenden Fachkompetenzen, sondern auch methodische Kompetenzen zu erlangen. So muss eine Altenpflegefachkraft in der Lage sein (bei vorhandener Arztferne), auftauchende Symptome zu erkennen, Bedarfe entsprechend einzuschätzen
und unter Wahrnehmung der Prioritäten und der besonderen Lebenssituation der Betroffenen und ihrer sozialen Netze und Kontexte eigenständig zu handeln.


Die von Bund und Ländern vorgeschlagene Abschaffung des Berufes der AltenpflegerIn führt dazu, dass die jetzige eigenständige 3-jährige Altenpflegeausbildung nicht mehr durchgeführt und nach § 3 des Altenpflegegesetzes ausgebildetes Pflegepersonal mit folgenden Kompetenzen nicht mehr nach Abschluss der Ausbildung zur Verfügung stehen  wird: 


(1) Die Ausbildung in der Altenpflege soll die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur selbständigen und eigenverantwortlichen Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung alter Menschen erforderlich sind. Dies umfasst insbesondere:
1. die sach- und fachkundige, den allgemein anerkannten pflegewissenschaftlichen, insbesondere den medizinisch-pflegerischen Erkenntnissen entsprechende, umfassende und geplante Pflege,
2. die Mitwirkung bei der Behandlung kranker alter Menschen einschließlich der Ausführung ärztlicher Verordnungen,
3. die Erhaltung und Wiederherstellung individueller Fähigkeiten im Rahmen geriatrischer und gerontopsychiatrischer Rehabilitationskonzepte,
4. die Mitwirkung an qualitätssichernden Maßnahmen in der Pflege, der Betreuung und der Behandlung,
5. die Gesundheitsvorsorge einschließlich der Ernährungsberatung,
6. die umfassende Begleitung Sterbender,
7. die Anleitung, Beratung und Unterstützung von Pflegekräften, die nicht Pflegefachkräfte sind,
8. die Betreuung und Beratung alter Menschen in ihren persönlichen und sozialen Angelegenheiten,
9. die Hilfe zur Erhaltung und Aktivierung der eigenständigen Lebensführung einschließlich der Förderung sozialer Kontakte und
10. die Anregung und Begleitung von Familien- und Nachbarschaftshilfe und die Beratung pflegender Angehöriger