Bund und Länder wollen den Beruf der AltenpflegerIn abschaffen.

 

Am 2. März 2012 legte die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Weiterentwicklung der Pflegeberufe“ Eckpunkte das vollständige Dokument finden sie -> hier.

 

Folgende grundlegende Weichenstellungen werden vorgeschlagen:

 

1) Es wird ein neues Pflegeberufegesetz geschaffen, das das Altenpflegegesetz und das Krankenpflegegesetz ablöst.

 

2) Die Altenpflegeausbildung, die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung und die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeausbildung werden zu einer generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung zusammengeführt.

 

3 ) Es wird eine neue akademische Ausbildung eingeführt, die in Teil 2 des Gesetzes geregelt wird.

 

 

In der Begündung zur Abschaffung der Altenpflege heißt es u.a. :

 

- Eine zukunftsgerechte Berufsausbildung muss Pflegefachkräfte für ein präventives, kuratives, rehabilitatives, palliatives und sozialpflegerisches Handeln qualifizieren. Sie muss zur Pflege von Menschen aller Altersgruppen in allen Versorgungsformen befähigen.

 

- Der Arbeitsmarkt im Dienstleistungssektor Pflege erfordert in Zeiten des demographischen Wandels den flexiblen und universellen Einsatz von Pflegefachkräften.

 

- Die Differenzierung der Pflegeberufe nach Altersgruppen entspricht nicht mehr dem Stand der Erkenntnisse der Pflegewissenschaft.

 

- Die Zusammenführung der Pflegeberufe erhöht die Attraktivität des Ausbildungsberufs für junge Menschen. Die beruflichen Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten werden über die gesamte Zeit des Erwerbslebens verbessert und damit auch die individuelle Berufszufriedenheit gestärkt.

 

Aus Sicht der Bündnispartner sind diese Aussagen nicht wissenschaftlich haltbar, vielmehr zeigt die internationale Literatur andere Ergebnisse.

 

Die Risiken und Kosten einer Umstrukturierung komplexer Ausbildungssysteme mit unterschiedlichen Strukturen und Finanzierungen werden ignoriert. Der Nachweis, dass mehr Menschen in den Beruf gehen würden, nicht geführt.