altenpflege anders

Mit steigendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Pflege eines Angehörigen nicht mehr zu Hause stattfinden kann. Zu groß sind häufig die alltäglichen Verpflichtungen in Beruf und Familie, die eine angemessene Pflege in den eigenen vier Wänden nicht mehr zulassen.

Die Lösung dafür stellt ein Pflegeheim dar, welches mit monatlichen Kosten verbunden ist. Grund genug, um sich einmal genauer mit aktuellen Tendenzen zum Thema Pflege sowie den zu erwartenden Kosten für einen Platz im Pflegeheim zu befassen.

Betreuung im Pflegeheim bislang noch als Ausnahme

In den meisten Fällen findet die Pflege zu Hause statt. Aufgrund der steigenden Zahl an pflegebedürftigen Menschen ist allerdings davon auszugehen, dass sich dies in Zukunft ändern wird. Darauf schließen lässt ein Blick auf die Statistik, welche mit einer Steigerung von 1,8 Millionen Menschen bis zum Jahre 2055 rechnet.

Grund dafür ist die Tatsache, dass die geburtenstarken Jahrgänge aus den 1950er und 1960er-Jahren bis zu diesem Zeitpunkt ins entsprechende Alter kommen. Für die Betroffenen und deren Angehörige hat diese Entwicklung Folgen.

Damit sind in erster Linie die Kosten gemeint, die für ein Pflegeheim anfallen. Steigende Beiträge zur Pflegeversicherung werden laut Prognosen nicht ausreichen, was eine individuelle Vorsorge nötig macht.

Dafür gibt es vielfältige Ansätze, von denen ein Los für den Eurojackpot nur eine von vielen Möglichkeiten darstellt. Wie hoch die Kosten für einen Platz im Pflegeheim sind, lässt sich dabei nicht pauschal beantworten. Schließlich kommt es hierbei auf den Pflegegrad und die damit verbundenen Zuschüsse durch die Krankenkasse an. Zudem gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern, was genaue Aussagen schwierig macht.

Zahl der Beschäftigten in der Pflege steigt deutlich

Die steigende Zahl an pflegebedürftigen Menschen hat direkte Auswirkungen auf die Berufe in der Pflege. Hier gibt es bereits jetzt einen erheblichen Anstieg zu beobachten, welcher sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird.

Am anschaulichsten wird der Unterschied, wenn man einen Blick auf den Zuwachs seit dem Jahr 1999 blickt. Dieser beträgt laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums 95 Prozent, was 590 000 Beschäftigten entspricht. Auffällig ist dabei die Art der Beschäftigungsverhältnisse. So gibt es in Pflegeberufen mit 71 Prozent überdurchschnittlich viele Beschäftigte in Teilzeit. Das Ministerium selbst führt diese Zahl darauf zurück, dass nach wie vor vornehmlich Frauen Pflegeberufe ausüben.

Der Trend zeigt sich auch bei der Zahl der Auszubildenden, die in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Speziell in der Altenpflege entschieden sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung. Zurückzuführen ist dies auch auf bessere Verdienste im Vergleich zu früheren Jahren.

Wer Vollzeit in der Altenpflege tätig ist, kann mit einem Verdienst von 3176 Euro pro Monat planen, was laut Ministerium einen Anstieg von 15,6 Prozent bedeutet. Allerdings sind auch hier regionale Unterschiede zu beachten, sodass es Abweichungen geben kann.

Fazit: Die Pflege benötigt Personal

Auf Beschäftigte in der Altenpflege wird in Zukunft mehr Arbeit zukommen. Junge Menschen, die sich für den Beruf interessieren, können dabei mit besseren Verdienstmöglichkeiten rechnen. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch eine Mehrbelastung für die Krankenkassen, weshalb eine rechtzeitige Vorsorge für Betroffene und ihre Angehörige eine immer wichtigere Rolle einnimmt. 

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