Die Pflegebranche und der Pflegebereich hat gerade in der Pandemie seine große Bedeutung für die Gesellschaft verdeutlicht und sich als äußerst systemrelevant erwiesen.

Gleichzeitig gibt es für diese verantwortungsvolle Tätigkeit großen Personalmangel. Aber auch die Bedingungen in der Pflege sind schwierig.

Das betrifft nicht nur die emotionale und fachliche Herausforderung sondern auch die schwierigen Bedingungen in Bezug auf leistungsgerechte Bezahlung und die Arbeitszeit. Gerade die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung ist aber eine sehr gute Chance zum beruflichen Aufstieg.

Als Pflegedienstleitung hat man nicht nur mehr persönliche und fachliche Verantwortung, sondern kann auch auf neue Herausforderungen mit einer erweiterten Entscheidungsbefugnis reagieren und so auch positiv auf den Arbeitsalltag einwirken.

Die zeitliche Herausforderung ist aber natürlich groß. Und zur eigentlichen pflegerischen Tätigkeit kommt ein erhebliches Maß an Verwaltungstätigkeit, Dokumentation und vor allem auch Personalführung und Personaleinteilung.

Aufgabenstellung und Definition

Die Pflegedienstleitung übernimmt in einem Krankenhaus oder einer Reha- und Pflegeeinrichtung die Organisation und Koordination der Personalangelegenheiten und der administrativen und dokumentarischen Aufgaben der Pflege.

Dabei ist die Pflegedienstleitung der direkte Ansprechpartner für die jeweilige Geschäftsführung der Klinik oder Pflegeheimleitung. Sollte die Station mit Pflegeaufgaben einer Station oder Abteilung untergeordnet sein, ist die Pflegedienstleitung auch hier das anzusprechende Bindeglied.

Formale Ausbildung

Es besteht zunächst kein Ausbildungsgang oder eine gesetzlich normierte Berufsausbildung zur Pflegedienstleitung ohne eine pflegerische Grundausbildung und eine gewisse Anzahl an Berufserfahrung.

Die Zugangsvoraussetzung ist also die reguläre Ausbildung in einem entsprechenden Gesundheitsberuf wie Altenpflegekraft oder Krankenpfleger. Diese Ausbildungen sind teilweise bereits dual akademisch möglich, sodass man die Krankenpflegeausbildung mit einem Bachelor oder Master in Gesundheitsökonomie oder Pflege verbinden kann.

Mit einer solchen formalen akademischen Ausbildung mit praktischen Bezügen und Erfahrungen empfiehlt man sich natürlich für die Position als Pflegedienstleitung.

Es versteht sich von selbst, dass Absolventen einer dualen Ausbildung mit einem akademischen Abschluss neben dem Berufsabschluss in der Kranken- oder Altenpflege auch mehr Verantwortung und herausfordernde Leitungs-Aufgaben übernehmen möchten.

Aber eine solche akademische Weiterbildung ist jedenfalls keine formale Voraussetzung, um eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung oder eine Position als Pflegedienstleitung anzustreben.

Alternative zum akademischen Zugang

Neben Absolventen des akademischen Ausbildungsweges können auch Fachkräfte aus dem Bereich Altenpflege und Krankenpflege mit entsprechender Berufserfahrung in dem Beruf die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung anstreben.

Die Weiterbildung selbst ist zwar nicht mit Ziel eines geschützten Berufs Pflegedienstleitung geregelt, aber die Rahmenbedingung, die ein Pflegedienstleiter mitbringen und erfüllen muss, sind in § 71 III SGB XI definiert.

Daraus ergibt sich auch der Inhalt und die Lernvermittlung in der Weiterbildung. Neben den pflegerischen Kenntnissen aus den Zugangsberufen kommen für die Aufgaben Erfüllung als Pflegedienstleitung noch Module in BWL, Management und Recht hinzu. Auch Fragen der Personalführung sind wichtiger Teil, der Ausbildung bzw. Weiterbildung.

Dauer der Weiterbildung

Für die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung sind unterschiedliche Wege und somit auch eine unterschiedliche Dauer möglich.

Es gibt die Möglichkeit, die Weiterbildung berufsbegleitend neben der Berufstätigkeit in der Pflege zu machen. Oder aber man belegt Vollzeitkurse.

Die Dauer bemisst sich daher von 9 Monaten bis zu drei Jahren. In der Tätigkeitsbeschreibung für die Anforderungen an die Pflegedienstleitung wird eine Dauer der Weiterbildung von mindestens 460 Stunden vorgeschrieben.

Diese kann natürlich neben dem Beruf abends oder in Vollzeit erfolgen. Manche Anbieter setzen aber auch 1100 Stunden Theorie sowie 400 praktische Arbeitsstunden voraus, Die einschlägigen DKG-Richtlinien fordern sogar 2000 Stunden Theorie. Auf jeden Fall ist eine Berufserfahrung erforderlich.

Neben dem erfolgreichen Abschluss als Krankenpfleger, Altenpfleger oder in der Kinderpflege ist es erforderlich, dass der Bewerber mindestens 2 Jahre innerhalb von 8 Jahren vor Beginn der Weiterbildung in diesem Berufsfeld tätig war.

Der Verdienst ist natürlich für die Position der Pflegedienstleitung der höheren Verantwortung und der höheren Führungsaufgabe angemessen und liegt erheblich über dem einer normalen Pflegekraft. 

Herzlich willkommen!
Der Grund für unseren Blog war das geplante Pflegeberufereformgesetz der Bundesregierung im Jahre 2013. Sie wollte die Ausbildungen der Kinderkrankenpflege, der Krankenpflege und der Altenpflege zu einer generalistischen Pflegeausbildung zusammenlegen und somit die eigenständige Altenpflegeausbildung abschaffen.
Wir beschäftigen uns außerdem mit der Frage, wie der Fachkräftemangel gestoppt werden kann und setzen uns damit auseinander, wie die Aufgaben unter diesen Bedingungen erfolgreich bewältigt werden könnten. Der Beruf des Altenpflegers muss besonders in der jüngeren Generation wieder attraktiv gemacht werden, um diesen Fachkräftemangel auszugleichen. Besonders unter Berücksichtigung der steigenden Anzahl von Menschen mit Demenz und anderen Alterskrankheiten ist es essentiell, dieses Problem genauer unter die Lupe zu nehmen und anzugehen. Für diese Ziele möchten wir uns mit euch zusammen einsetzen.
Um dies zu erreichen, müssen wir uns genauer anschauen, welche Qualifikationen die Pfleger für ihre Aufgaben jeweils mitbringen und diese entsprechend fördern. Es ist besonders wichtig, respektvoll mit unseren Auszubildenden umzugehen, damit sie das Gefühl haben, wertgeschätzt zu werden. Wertschätzung ist gerade im Bereich der Altenpflege sehr wichtig.
Wir sind bereit, all diese Fragen und Probleme anzugehen und freuen uns über eure Unterstützung!

Der Beruf eines Altenpflegers ist so wichtig wie noch nie zuvor. Viele ältere Menschen können kein selbst bestimmtes Leben führen, da sie im Alltag ohne Hilfe nicht mehr zurechtkommen und auf Unterstützung angewiesen sind. Gerade dann, wenn sie keine Unterstützung durch ihre Familie bekommen können, ist ein Altenpfleger eine wichtige Bezugsperson.
Doch wie sieht das Berufsbild eines Altenpflegers aus und welche Voraussetzungen werden für eine Ausbildung zum Altenpfleger benötigt? Hier erfahren Sie alles, was Sie darüber wissen müssen.

Was ist Altenpflege?

Altenpflege ist der Prozess der Planung und Koordinierung der Pflege von älteren Menschen und anderen Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen, um ihre langfristigen Pflegebedürfnisse zu erfüllen, ihre Lebensqualität zu verbessern und ihre Unabhängigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit älteren Menschen und ihren Familien bei der Verwaltung, Erbringung und Überweisung verschiedener Arten von Gesundheits- und Sozialdiensten.
Altenpfleger erreichen dies durch die Kombination von Fachwissen über Gesundheit und Psychologie, menschliche Entwicklung, Familiendynamik, öffentliche und private Ressourcen sowie Finanzierungsquellen, während sie sich für ihre Klienten während des gesamten Kontinuums der Pflege einsetzen. Zum Beispiel können sie Familien älterer Erwachsener und andere mit chronischen Bedürfnissen unterstützen, wie zum Beispiel solche, die an der Alzheimer-Krankheit oder anderen Demenzerkrankungen leiden.

Der Ablauf der Ausbildung

Eine Ausbildung zum Altenpfleger ergibt sich aus einem theoretischen und einem praktischen Teil an einer Berufsschule. In der Berufsschule lernen Sie, wie ältere Menschen zum Beispiel mit Demenz in der Lebensgestaltung unterstütz werden können und was die Kernaufgaben als Altenpfleger sind. Dazu gehört auch die körperliche Pflege älterer Menschen.
Der praktische Teil findet meist in einem Altenheim statt, entweder in einer stationären Pflegeeinrichtung oder bei einem ambulanten Pflegedienst.
Die Vergütung ist durch den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes verhältnismäßig hoch. Im ersten Jahr können Sie mit einem Ausbildungsgehalt von bis zu 1.000 EUR brutto rechnen und um letzten (dritten) Jahr bis zu 1.200 EUR. Das Gehalt unterscheidet sich je nach Region.

In der Ausbildung lernt man vor allem, ältere Menschen bei einer gesunden Ernährung zu unterstützen und Freizeitaktivitäten mit ihnen zu unternehmen. Außerdem sind Sie für die Körperpflege der Patienten verantwortlich und helfen ihnen beim Anziehen und Essen. Sie sind eine seelische Unterstützung für die Menschen und helfen ihnen, ihren Alltag zu erleichtern.

Was sind die Voraussetzungen?

Für die Ausbildung als Altenpfleger reicht ein mittlerer Bildungsabschluss, also ein Realschulabschluss. Es wird zudem ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung benötigt, welche die körperliche und psychische Eignung beinhaltet. Soft Skills wie Durchhaltevermögen, Verantwortungsbewusstsein und gute Menschenkenntnis sind ebenfalls gute Bedingungen für die Ausbildung zum Altenpfleger.

Als Altenpfleger sollte man besonders körperlich aber auch psychisch belastbar sein. Körperliche Kraft und Ausdauer sind zum Beispiel beim Umbetten von Patienten wichtig. Eine starke Psyche hilft besonders bei der Sterbebegleitung der Patienten. Zudem ist es wichtig, eine Distanz zu den Patienten zu entwickeln, damit besonders der Tod eines Patienten nicht zur emotionalen Last wird. Ein sensibler aber respektvoller Umgang mit den Patienten ist ebenfalls ein sehr wichtiger Aspekt.

Die Aufgaben eines Altenpflegers

Ausbildungen können in der Krankenpflege, Sozialarbeit, Gerontologie oder anderen Bereichen des Gesundheitswesens absolviert werden. Professionelle Pfleger helfen Einzelpersonen, Familien und anderen Betreuern, sich an die Herausforderungen des Alterns oder der Behinderung anzupassen und diese zu bewältigen, indem sie Pflegeplanungs-Assessments zur Identifizierung von Bedürfnissen, Problemen und Ansprüchen auf Unterstützung durchführen. Screening, Arrangieren und Überwachen von häuslicher Hilfe und anderen Dienstleistungen sowie die Überprüfung finanzieller, rechtlicher oder medizinischer Fragen gehören ebenfalls zum Berufsbild.

Altenpfleger sind zudem für die Überweisungen an Spezialisten zuständig, um zukünftige Probleme zu vermeiden und Vermögen zu erhalten. Sie fungieren als Bezugsperson zu Familien in der Ferne und stellen sicher, dass die Abläufe geregelt sind. Sie unterstützen beim Umzug ihrer Klienten in oder aus einer Seniorenwohnanlage, einer Einrichtung für betreutes Wohnen, einer Rehabilitationseinrichtung oder einem Pflegeheim. Sie stehen außerdem den Familien der Patienten bei und sind die erste Kontaktperson zwischen Familie und Patient.

Welche Zukunftsperspektiven gibt es?

Wer bereits eine Hochschulreife hat und höher aufsteigen will, kann auch ein Duales Studium in der Pflege absolvieren. Dabei wird die Ausbildung eines Altenpflegers hierbei mit dem dualen Studium in der Pflege kombiniert. Mit dem abgeschlossenem Studium kann eine Führungsposition besonders gut angestrebt werden. Aber auch während der Ausbildung ist es möglich, sich weiterzubilden und durch zusätzliche Qualifikationen diesen Abschluss zu erwerben. Durch den Fachkräftemangel sind Pflegekräfte immer gefragt. Nach der abgeschlossenen Ausbildung oder dem Studium haben Sie also sehr gute Perspektiven, eine Festanstellung zu finden.

Fazit

Die Ausbildung zum Altenpfleger dauert in der Regel drei Jahre und kann mit einem Realschulabschluss absolviert werden. Während der Ausbildung können Sie sich durch Zusatzqualifikationen weiterbilden oder sich für ein duales Studium entscheiden. Voraussetzungen für diese Ausbildung ist nicht nur die körperliche aber auch psychische Belastbarkeit. Während der Ausbildung lernt man den Umgang mit älteren Menschen und wie man auf ihre Bedürfnisse eingeht, um ihnen bestmöglich ein selbständiges Leben zu ermöglichen. Der Beruf des Altenpflegers ist zukunftssicher, da die Nachfrage nach qualifizierten Pflegern immer weiter steigt, es jedoch einen enormen Fachkräftemangel gibt.

Jede Person hat das Recht und auch den Anspruch auf gute Pflege. Ziel einer guten Pflege ist es Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit pflegebedürftige Menschen zu fördern. Hinreichende Pflege hat viele Seiten, unter anderem die zwischenmenschliche, organisatorische und technische. Ziel guter Pflege ist es, dass die Erwartungen des Pflegebedürftigen bestmöglich erfüllt werden. Mitentscheidend dabei sind auch die individuellen Voraussetzungen, unter denen die Pflege durchgeführt wird. Das betrifft die Lebenssituation wie auch das persönliche Umfeld des Bedürftigen sowie die Kenntnisse der Einsatzbereitschaft aller daran beteiligten Personen und Einrichtungen.

Qualität bezüglich ambulanter Pflege

Wer einen Pflegedienst in Anspruch nehmen muss, ist auf gute und verlässliche Pflegeleistungen angewiesen. Das betrifft außer einem respektvollen Umgang, dass auch die Pflege einer guten Fachnorm entspricht und dass die Pflegenden für die jeweiligen Aufgaben geeignet sind.

Was gute Pflegedienste bieten sollten

Erfahrene Pflegedienste berücksichtigen das Milieu des Bedürftigen und dessen Gewohnheiten. Das ist sehr wichtig bei der Umsetzung der Einsatzplanung. Pflegedienste sollten ausnahmslos telefonisch erreichbar sein, um auf eventuelle Veränderungen schnell und flexibel reagieren zu können.

Diese Gegebenheiten tragen dazu bei, dass keinerlei gesundheitlichen Probleme zusätzlich auftreten und dadurch zusätzlicher aufwendiger Pflegebedarf vermieden wird.

Pflegedienste bringen nur den Service, für den sie auch beauftragt werden.

Neben fachlichem Handeln gehört unter anderem auch dazu, dass der Pflegebedürftige dazu animiert wird, sich regelmäßig in Bewegung zu halten.

Regelmäßiges nachfragen nach Schmerzen oder anderen Beschwerden zählen ebenfalls zu den Leistungen einer guten und qualifizierten Altenpflege.

Weitere Serviceleistungen bezüglich guter Altenpflege

Möchten Pflegebedürftige trotz hohem Alter oder Behinderungen ihren Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen, sind weitere Leistungen einer ambulanten Pflege gefragt.

Das beginnt schon bei der Sauberkeit in der Wohnung. Können die Betroffenen die Reinigung der Wohnung nicht mehr selbst vollbringen, dann übernimmt das in der Regel die ambulante Pflege. In diesem Fall wird vertraglich vereinbart zu welchen Zeiten und in welchen Zeitabständen die Wohnung sauber gemacht wird. Dazu wird in der Regel eine Reinigungsfachkraft zur Verfügung gestellt.

Gute Altenpflege merkt man auch wenn es um Körperhygiene geht. Diese Sache übernehmen ebenfalls dafür geschulte Mitarbeiter und waschen oder baden den Betroffenen ein- oder zweimal pro Woche.
Hygiene bedeutet zugleich Sauberkeit der Wohnung und regelmäßig ausgeführte Körperhygiene, schließlich soll sich die zu pflegende Person rundum wohlfühlen können. Saubere Umgebung und ein sauberer gepflegter Körper setzen Energie frei und so mancher nicht mehr ganz so junge Pflegebedürftiger fühlt sich wie neu geboren.

Viele Pflegebedürftige benötigen wegen anhaltender Beschwerden oder chronischer Krankheiten regelmäßig Medikamente. Nicht alle sind dazu imstande diese in richtiger Dosierung und zu den richtigen Zeiten einzunehmen. Wird das nicht kontrolliert oder werden die Arzneien nicht unter Aufsicht konsumiert, können daraus schnell lebensbedrohliche Situationen entstehen.

Auch hieran erkennt man gute Altenpflege, wenn diese Dienste von der ambulanten Pflege mit übernommen werden.

Doch der ganze Service und die gebotenen Leistungen führen letztendlich zu keinem guten Ergebnis, wenn die Chemie zwischen Pflegepersonal und Pflegebedürftigen nicht stimmt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind mitunter das Wichtigste was eine gute Pflegequalität auszeichnet.
Was nützen guter Service und alle anderen Vorteile, wenn der Bedürftige die ihn pflegende Person nicht ausstehen kann. Aus diesem Grund mag es hin und wieder vorkommen, dass ein anderer Mitarbeiter, eine andere Mitarbeiterin die Pflege übernimmt. Stimmt das Verhältnis zwischen Bedürftigen und Mitarbeiter, dann ist das schon mehr als die halbe Miete.
Zu guter Letzt sollte sich das Pflegepersonal auch Zeit für den Pflegebedürftigen nehmen, eine kurze Unterhaltung oder zusammen eine Tasse Kaffee trinken sind die beste Medizin gegen Langeweile und fördern den Zusammenhalt der Betroffenen.

Fazit:

Eine gute Altenpflege ist nicht immer leicht umsetzbar. Stimmt allerdings Planung sowie die Leistungen der ambulanten Pflege, dann ist diese Angelegenheit realisierbar. Passt zudem die zwischenmenschliche Beziehung und Pflegebedürftiger und Pflegepersonal sind sich wohlgesonnen, dann kann das Unternehmen gute Altenpflege auch von Erfolg gekrönt sein.

Die Grundpflege umfasst vier große Bereiche – Körperpflege, Ernährung und Mobilität und andere Aspekte des alltäglichen Lebens. Die Grundpflege ist dabei gemeinsam mit der Behandlungspflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung einer der drei Eckpfeiler der häuslichen Krankenpflege. Hier geht es um die Grundpflege, und zwar um die Definition und die einzelnen Bereiche der Grundpflege.

Definition

Als Grundpflege wird die Gesamtheit aller regelmäßig wiederkehrenden Pflegemaßnahmen bezeichnet, die zur Alltagsbewältigung der pflegebedürftigen Person maßgeblich beitragen. Es handelt sich hier um Maßnahmen wie

  • Körperpflege
  • Ernährung
  • Mobilität

Bei der Definition macht es keinen Unterschied, ob diese Versorgung von pflegebedürftigen Personen von einem Pflegedienst oder von Angehörigen bzw. Bekannten der zu pflegenden Person sichergestellt wird.

Es gibt Unterschiede zwischen der großen und der kleinen Grundpflege. Das heißt, der Umfang der Grundpflege richtet sich nach dem Umfang der Hilfe, die eine pflegebedürftige Person benötigt. Dies betrifft vor allem die Körperpflege. Ob eine pflegebedürftige Person zum Beispiel noch selbst in der Lage ist sich selbst anzuziehen oder zu waschen, das entscheidet der Medizinische Dienst der Krankenkasse, bei der der Pflegebedürftige versichert ist. Fällt der Bereich der Körperpflege aus dem Umfang der Grundpflege heraus oder es ist nur eine Teilkörperwäsche nötig, spricht man von der kleinen Grundpflege. Im Rahmen der großen Grundpflege ist eine Ganzkörperwäsche der pflegebedürftigen Person vorgesehen.

Bereich Körperpflege

Im Rahmen der Grundpflege nimmt die Körperpflege einen sehr großen Bereich ein. Denn die Körperpflege umfasst im Rahmen der Grundpflege nicht nur die Hilfe beim Waschen von Haaren, Gesicht und dem Körper, sondern auch das Putzen der Zähne. Darüber hinaus gehört im Rahmen der Grundpflege zur Körperpflege auch die Unterstützung beim Stuhlgang und die Unterstützung beim Wasserlassen.

Waschen

Der Bereich Waschen umfasst im Rahmen der Körperpflege bei der Grundpflege sowohl das Waschen mit Wasser und Waschlappen am Waschbecken wie auch das Baden oder Duschen. Es kommt hier auf die Verfassung der pflegebedürftigen Person an.

Ganzkörperpflege

Zur Ganzkörperpflege gehört auch die Zahnpflege, wie auch das Rasieren und das Kämmen.

Bei der Teilkörperpflege wird nur das Waschen der pflegebedürftigen Person an bestimmten Körperregionen vorgenommen.

  • Evtl. Reinigung der Pflegehilfsmittel wie Katheder, Kathederbeutel, Urinbeutel etc.
  • Wechseln von Materialien zur Inkontinenzversorgung

Entleerung von Darm und Blase

Ein sehr wichtiger Teil der Körperpflege nimmt die Hilfe bei der Entleerung von Blase und Darm ein. Hierzu gehören auch Hygienemaßnahmen im Intimbereich sowie die Reinigung der Pflegehilfsmittel mit Katheder und Urinbeutel. Des Weiteren gehört zu Körperpflege auch das Wechseln von Materialien zur Inkontinenzversorgung.

Bereich Ernährung

Wird in der Grundpflege von Ernährung gesprochen, dann ist damit nicht die Nahrungsbeschaffung oder die Essenszubereitung gemeint. Diese Dinge fallen unter die hauswirtschaftliche Versorgung, wie auch der Hausputz.

Gemeint ist im Rahmen der Ernährung bei der Grundpflege, der Vorgang des Essens bzw. die Nahrungsaufnahme. Damit gemeint, dass wenn eine pflegebedürftige Person nicht mehr selbst die Nahrung aufnehmen kann, dass die Nahrung dann geholfen wird dem Körper zuzuführen. Dies kann durch Füttern geschehen oder durch eine Sonde, wie eine PEG Magensonde, vor allem die Pflege der Sonde. Der Bereich Ernährung umfasst in der Grundpflege auch die mundgerechte Zubereitung der Nahrung sowie die Entfernung von Bestandteilen der Nahrung, wie Knochen. Darüber hinaus gehört zum Bereich auch das Anreichen des Essens.

Bereich Mobilität

Der Bereich Mobilität in der Grundpflege kann sehr missverständlich sein. Es handelt sich hier nicht um das Hinbringen einer pflegebedürftigen Person zum Einkaufen. Dies gehört in den Bereich hauswirtschaftliche Versorgung. Das Verbringen der pflegebedürftigen Person zum Arzt oder zur Dialyse gehört allerdings sehr wohl zum Bereich Mobilität im Sinne der Grundpflege. Es handelt sich beim Bereich Mobilität darüber hinaus darum, dass die pflegebedürftige Person an- und ausgezogen wird. Auch das Aufstehen aus dem Bett und das zu Bett gehen, gehört zur Mobilität in Sinne der Grundpflege, wie auch das freie Bewegen in der Wohnung oder im Haus der pflegebedürftigen Person.

Ablauf

Der eigentliche Ablauf der Grundpflege ist abhängig von der Uhrzeit und vom möglichen Ablauf, die die Pflegeperson für sinnvoll hält. Zudem ist der Ablauf der Grundpflege davon abhängig welche Tätigkeiten anfallen bei der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität. Wurde ein Arzttermin zur Essenzeit vereinbart, ist es natürlich nicht möglich der pflegebedürftigen Person den normalen Ablauf zu gewähren, da ein Verschieben des Termins nicht möglich ist.

Ablauf Bereich Körperpflege

Zunächst legen Sie die Utensilien parat, die für die Körperpflege benötigt werden. Hier das Beispiel des Badens:

  • Prüfen der Wassertemperatur mit der Hand der pflegebedürftigen Person
  • ein Handtuch unter den Kopf der pflegebedürftigen Person legen
  • Gesicht ohne Seifen etc. waschen,
  • Gesicht abtrocknen
  • Oberkörper der pflegebedürftigen Person entkleiden
  • Oberkörper waschen und danach die Arme
  • Brust und Bauch waschen
  • Beine und Füße waschen
  • Körper abtrocknen
  • Körper eincremen und Deodorant nutzen
  • Ankleiden mit frischer Kleidung

Besondere Aufmerksamkeit ist der Intimpflege zu widmen.
Bei Mann und Frau unterscheiden sich die Abläufe etwas.

Ablauf Bereich Ernährung

Alle Utensilien bereitlegen, die für die Verabreichung der Nahrung benötigt wird, wie Teller, Besteck.

  • Danach erfolgt
  • die mundgerechte Zubereitung der Nahrung
  • Entfernung von Bestandteilen von der Nahrung, wie Knochen oder Knorpel
  • Anreichen des Essens mit Nahrungsergänzungsmitteln
  • Hilfe bei der Aufnahme der Nahrung – aber nur wenn nötig
  • Alternativ: Pflege der Sonde, wenn die Ernährung der pflegebedürftigen Person über eine Sonde erfolgt.

Ablauf Bereich Mobilität

Für den Gang zum Arzt mit der pflegebedürftigen Person kann folgender Ablauf vorgesehen sein:

  • der pflegebedürftigen Person in die Jacke helfen
  • Rollator oder Krücken oder Rollstuhl parat stellen
  • die pflegebedürfte Person in den Fahrstuhl schieben oder ihr dorthinein helfen
  • der pflegebedürftigen Person ins Auto helfen
  • die pflegebedürftige Person in die Praxis begleitet und auch ins Ärztezimmer oder hin zur Liege an die Dialyse.

Wenn Menschen im Alter in einem Altersheim leben müssen, muss die Versorgung stimmen. Doch nicht immer ist das der Fall. Gerade die Pflege von Menschen in Altersheimen unterliegen strengen Sparmaßnahmen, wie zum Beispiel beim Personal für die Pflege. Warum das so ist und was für Folgen das für alte Menschen in einem Altersheim hat, kann man dem nachfolgenden Artikel entnehmen.

Viele Senioren leben in einem Altersheim

Viele Menschen können mit zunehmendem Alter, sei es aufgrund von Krankheiten oder Erscheinungen im Alter, wie zunehmende Einschränkungen in der Mobilität, nicht mehr in den eigenen vier Wänden leben. Das sie auf Hilfe im Alltag, sei es bei der Versorgung mit Essen oder durch Pflege auf Hilfe angewiesen sind. Rund 783.000 Menschen leben derzeit in den Altenheimen in Deutschland. Die Tendenz ist steigend, die Bevölkerung wird immer älter. Dementsprechend wird der Bedarf an Plätzen in Altersheimen für Menschen anwachsen, die nicht alleine oder mit Pflege durch Familienangehörige, weiter Zuhause leben können. Steigend ist auch die Zahl der Alten- und Pflegeheime, davon gibt es rund 13.600 in Deutschland. Doch wie ist da Leben in einem Altersheim?

Das Problem mit der Finanzierung und die Folgen

Bevor wir uns in diesem Artikel den Problemen in den Altenheimen nähern, sollte man eines klarstellen: Die Menschen die in der Altenpflege in den Heimen arbeiten, leisten viel. Doch es gibt Probleme, gravierende Probleme in den deutschen Altenheimen. Und das ist vor allem die Finanzierung. Nur rund fünf Prozent der deutschen Altenheime befinden sich in staatlicher Hand, der überwiegende Teil gehört privatwirtschaftlichen Unternehmen. Und da verwundert es auch nicht, dass diese Unternehmen um überhaupt am Markt bestehen zu können, besonders stark auf das betriebswirtschaftliche achten müssen. Doch gerade die betriebswirtschaftliche Denkweise schadet hier den Menschen in den Altersheimen. Sie schadet, weil es zum Beispiel nicht für jeden Bewohner auch gleich viel Geld von der Pflegekasse gibt. Vielmehr hängt der Betrag stark davon ab, was für ein Pflegegrad der Betroffene aufweist. Hat man also viele Menschen mit einem niedrigen Pflegegrad in einem Altenheim, so macht sich dieses auch bei den Einnahmen bemerkbar. Und das wirkt sich dann auf alle weitere Bereiche aus, wie zum Beispiel auch auf das Personal. Das gilt sowohl in der Verfügbarkeit beim Personal, aber auch dessen Qualifikation.

Wenige Pflegekräfte müssen viele Senioren betreuen

Praktisch hat das dann oftmals in den Altenheimen die Folge, dass zum Beispiel zwei oder drei Pflegekraft, sich für 10 oder 20 Bewohner kümmern müssen. Das da dann nicht viel Zeit für einen einzelnen Bewohner in der Betreuung, gerade auch im persönlichen Dialog bleibt, mag nicht verwundern. Gerade das Personal ist in einem Altersheim die Stellschraube, wo immer gedreht wird, wenn es um Einsparungen geht. Das kann sich dann auf Anzahl vom verfügbaren Personal auswirken, aber auch auf die Bezahlung. Und beides ist immer negativ für die Senioren in einem Altenheim. Und natürlich kann der finanzielle Aspekt noch weitere Folgen haben, so zum Beispiel wenn es um das Angebot für Senioren geht. Sei es Ausflüge, sei es Betreuungsleistungen und vieles mehr. Möchte man dieses “Mehr” in einem Altenheim haben, so müssen betroffene Senioren oder deren Angehörige nicht selten selber in die eigene Tasche greifen und es finanzieren.

Bürokratie ist ein Problem

Ein weiteres Problem in den Altenheimen ist aber auch die Bürokratie. Wie Untersuchungen vom Statistischen Bundesamt zeigen, verbringt eine Pflegekraft fast mehr als die Hälfte der Arbeitszeit, nicht mit den Senioren. Vielmehr geht es hier um die Dokumentation, sei es zum Zustand von jedem Senioren, der Gabe von Medikamenten oder von Krankheitsabläufen. Auch das ist natürlich nicht gut, da diese Zeit die für die Bürokratie aufgewendet wird, einfach für die Menschen an dieser Stelle fehlt.

Was muss sich verbessern?

Möchte man das Leben für die Senioren in den Altenheimen besser gestalten, aber auch die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte, so wird es hier nicht ohne gravierende Veränderungen gehen. Sei es die Abkehr von festen Pflegesätzen, die in der Praxis für viele Probleme sorgen, aber auch die Beendigung der Bürokratie.

Wer einen Angehörigen selbst pflegen möchte, der ist mit zahlreichen Fragen konfrontiert. Will man die Aufgabe selbst übernehmen oder ist die Hilfeleistung einer ambulanten Pflegekraft gefragt. Ist es sinnvoll, den eigenen Job aufzugeben oder kann die Inanspruchnahme von unterschiedlichen Angeboten, eine nützliche Hilfestellung sein? Wieviel kostet die Pflege von zu Hause aus und welche Bezuschussungsmöglichkeiten hat der Antragsteller? Erfahren Sie in diesem Beitrag, welche Kosten im jeweiligen Pflegegrad übernommen werden und wie die Beurteilung der Pflegeeinstufung vorgenommen wird.

Wie hoch sind die Kosten für die Altenpflege eines Angehörigen?

Wenn Sie Ihren Angehörigen von zu Hause aus pflegen wollen, dann können unterschiedliche Kostenfaktoren auf Sie zukommen. Maßgeblich kommt es darauf an, in welcher körperlichen und psychischen Verfassung sich der Pflegebedürftige befindet und wie mobil der Patient ist. Es kommt darauf an, welche kognitiven Fähigkeiten vorhanden sind und wieviel Unterstützung der Pflegebedürftige im Alltag benötigt.

Kosten für altersgerechten Umbau der Wohnstätte

Sind die Wohnverhältnisse beengt und nicht auf die Pflege eines Angehörigen ausgerichtet, ist ein Umbau und eine altersgerechte Umgestaltung der Wohnstätte nötig. Die Höhe der Kosten kann man nicht pauschalisieren, da unterschiedliche Wohnverhältnisse, Barrieren und Probleme bei der Wohnsituation aufeinandertreffen können.

Kosten für Pflege- und Hilfsmittel

Hierzu zählen technische Hilfsmittel, die dem Pflegebedürftigen den Alltag erleichtern und zu mehr Selbstständigkeit und Mobilität verhelfen. Auch medizinische Hilfsmittel fallen in diesen Sektor. Zu den möglichen Anschaffungen zählen Notrufsysteme, Pflegebetten, aber auch Matratzenschoner, Einmalhandschuhe, Masken und Mundschutz, oder Desinfektionsmittel.

Kosten für die Anschaffung eines geeigneten Fahrzeugs

Wer mobil und unabhängig bleiben will, der kann ein behindertengerechtes Fahrzeug kaufen und muss nicht auf den Krankentransport zurückgreifen. Die Kosten hierfür können unterschiedlich ausfallen, je nach Modell und Ausstattung können mehrere Tausend Euro auf den Angehörigen zukommen.

Wer bestimmt die Höhe der Geldleistungen für die Pflege eines Angehörigen?

Der Pflegefall tritt häufig plötzlich ein und trifft die Angehörigen unerwartet. Wer Pflegegeld oder Pflegesachleistungen in Anspruch nehmen will, der muss sich bei seiner zuständigen Krankenkasse in Verbindung setzen. Der medizinische Dienst begutachtet den Pflegebedürftigen und bewertet dessen Gesundheitszustand anhand einer Tabelle mit Punktevergabe. Die Einteilung in die Pflegegrade hängt von der Mobilität und Leistungsfähigkeit eines jeden Einzelnen ab. Je nachdem, welche Tätigkeiten der Pflegebedürftige selbst ausführen kann, wird die Höhe des Pflegegrades bestimmt.

Gibt es Möglichkeiten der Bezuschussung?

Je nach Pflegegrad stehen dem Pflegebedürftigen zur Versorgung unterschiedliche Bezuschussungen zu. Bevor die Einteilung in die Pflegegrade erfolgt, wird ein Gutachten durch den medizinischen Dienst durchgeführt. Die Patienten werden in Pflegegrade eingestuft. Je nach Pflegegrad, werden Kostenanteile in bestimmter Höhe übernommen. Hier eine kleine Übersicht der einzelnen Pflegegrade und der möglichen Bezuschussung:

Zuschuss für den Pflegegrad 1

Wurde der Patient in den Pflegegrad 1 eingestuft, reichen die Zuschüsse nicht aus, um die laufenden Kosten vollständig zu decken. Lediglich 125 Euro zahlt die Pflegekasse für den Entlastungsbeitrag. Zudem kann ein Antrag für Umbaumaßnahmen der Wohnung gestellt werden, wodurch eine Übernahme von 4000 Euro möglich ist. Für Pflege- und Hilfsmittel erhält der Patient 40 Euro monatlich.

Bezuschussung für den Pflegegrad 2

Der Pflegegrad 2 beschreibt den Zustand des Patienten als erheblich beeinträchtigt und stellt ihm entsprechende Leistungen in Aussicht. Personen, die in diesen Pflegegrad eingestuft werden, erhalten Pflegegeld für die häusliche Unterbringung. Auch Positionen des alltäglichen Lebens werden hierbei berücksichtigt. Die fortlaufende Mobilität und die Möglichkeit soziale Kontakte halten zu können, stehen ebenso im Fokus. Der Patient erhält ein Pflegegeld von 360 Euro monatlich oder Pflegesachleistungen im Wert von 689 Euro im Monat. Die beiden Leistungsquellen können miteinander kombiniert werden. Der Patient erhält die Geldleistung dann nicht mehr in voller Höhe, sondern diese wird anteilsmäßig berechnet. Hinzu kommt der Entlastungsbeitrag von 125 Euro. Dieser ist gedacht, um sich beispielsweise eine Haushaltshilfe finanzieren zu können, Sparziergänge zu organisieren und Unternehmungen mit dem Pflegebedürftigen zu unternehmen.

Zuschüsse für den Pflegegrad 3

Der Pflegegrad 3 verspricht dem Angehörigen ein monatliches Pflegegeld von 545 Euro bei häuslicher Pflege. Kommt ein ambulanter Pflegedienst täglich zum Patienten oder wird eine teilstationäre Unterbringung bevorzugt, betragen die Pflegesachleistungen 1298 Euro im Monat. Patienten in der Pflegestufe 3 erhalten ebenso den Entlastungsbeitrag von 125 Euro monatlich. Zudem kommen weitere Kriterien für die Bezuschussung hinzu. Nimmt man die Kurzzeitpflege in Anspruch, stehen dem Patienten 3224 Euro für maximal 56 Tage zu. Ist der pflegende Angehörige selbst erkrankt oder möchte Urlaub nehmen, kann die Verhinderungspflege mit 1612 Euro für insgesamt 4 Wochen pro Jahr bezuschusst werden. 40 Euro erhält der Patient für Verbrauchsgegenstände wie z.B. Desinfektionsmittel, Masken und Einmalhandschuhe. 4000 Euro kann der Patient für die Umgestaltung des Wohnraumes in Anspruch nehmen. Möchten mehrere Pflegebedürftige eine Wohngruppe bilden, erhalten vier Personen der Gruppe einen Pflegezuschuss von je 2500 Euro. Zudem bekommt der Patient Hilfsmittel zugesprochen, die seine Sicherheit und Versorgung gewährleisten. Ein Hausnotrufsystem, medizinische Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel werden übernommen. Die Art und Höhe wird nach dem Hilfsmittelkatalog bestimmt.

Bezuschussung im Pflegegrad 4

Wer schwerstbeeinträchtigt ist, der wird dem Pflegegrad 4 zugewiesen. Wer einen Angehörigen mit dem Pflegegrad 4 zuhause pflegt, der erhält 728 Euro monatlich. Für Pflegesachleistungen werden dem Patienten 1612 Euro zugewiesen, jedoch nur wenn sich ein ambulanter Pflegedienst regelmäßig um den Pflegebedürftigen kümmert. Der Entlastungsbeitrag von 125 Euro steht dem Patienten im Pflegegrad ebenfalls zu. Wer in den Pflegegrad 4 eingestuft ist, der hat Anspruch auf Kurzzeit- und Verhinderungspflege. 1612 Euro erhält der Patient für insgesamt 28 Tage pro Kalenderjahr, wenn er die Kurzzeit- oder Verhinderungspflege in Anspruch nimmt. Für Hilfsmittel, die dem Verbrauch dienen, erhält der Patient 40 Euro im Monat. Für 4000 Euro können Sie die Wohnung entsprechend umgestalten. Für die Gründung einer Wohngruppe erhalten Sie und drei weitere Mitglieder bis zu 2500 Euro als Anschubfinanzierung. Möchten Sie sich eine Haushaltshilfe zulegen, können Sie 214 Euro im Monat geltend machen.

Zuschüsse in Pflegegrad 5

Menschen mit starken Beeinträchtigungen, die in höchstem Maße unselbstständig ihren Alltag bestreiten, werden in den Pflegegrad 5 eingestuft. Für die häusliche Pflege erhält der Patient 901 Euro monatlich. Wer einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nimmt, der erhält Pflegesachleistungen im Wert von 1995 Euro im Monat. Der Entlastungsbeitrag von 125 Euro fällt auch im Pflegegrad 5 ins Gewicht. Die medizinischen Hilfsmittel in Höhe von 40 Euro werden auch bei Pflegegrad 5 übernommen. Der Umbau der eigenen Wohnstätte wird mit 4000 Euro bezuschusst. Wer eine Wohngruppe gründet, der kann bis zu 2500 Euro erhalten, insgesamt steht der Wohngruppe eine Förderung von maximal 10.000 Euro zu. Für die Tages- und Nachtpflege kann der Patient 1995 Euro zusätzlich erhalten. Wer die Kurzzeitpflege in Anspruch nimmt und im letzten Jahr keine Verhinderungspflege benötigt hat, der erhält für 8 Wochen etwa 3224 Euro. Wer die Verhinderungspflege in Anspruch nimmt und im letzten Jahr keine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen hat, der kann für 6 Wochen pro Jahr, 2148 Euro abschöpfen.